Kommunikationsdesign BA
Pia Lechner
Veronica Auguste Huff – eine vergessene Münchner Künstlerin des 19. Jahrhunderts im Kreis ihrer Zeitgenossen
München 1897: Da Frauen das Studium an der Kunstakademie verwehrt war, begann Veronica Auguste Huff eine künstlerische Ausbildung an der Malschule von Anton Ažbe – gleichzeitig mit Wassily Kandinsky und Alexej von Jawlensky. Während ihre männlichen Kollegen zu Wegbereitern der Moderne wurden, geriet ihr Werk ebenso in Vergessenheit wie ihre Existenz.
Der Fund ihres Tagebuchs, das sie bei Antritt der Malausbildung begann, beleuchtet nicht nur ihr Leben, er bietet darüberhinaus einen Blick durch ein Schlüsselloch in eine andere Zeit – eine Zeit, in der Veronica Auguste Huff vom Leben bei Wirtinnen berichtet, von Künstlerfesten, dem Fasching, von Reisen, vor allem aber vom Werden einer Kunstmalerin. Bewusst entschied sie sich, zeitlebens unverheiratet zu bleiben, um Handlungshoheit über ihr Dasein zu behalten und Verwaltungshoheit über ihr Vermögen, das sie als Porträtistin und Kopistin verdiente.
Eigenständig, autark, frei: Katalog und Ausstellung zeichnen erstmals ein umfassendes Bild des Lebens, Werkens und Wirkens von Veronica Auguste Huff. Sie eröffnen einen Blick auf eine bemerkenswerte Frau, die es verdient, entdeckt zu werden.
Betreuung:
Prof. Dr. Doris Binger Prof. Michael Stoll