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Kommunikationsdesign BA

Judith Laußer
Harpitecture – Geschichte, Handwerk, Architektur

Das Instrument der Engel.

So nennt man die Harfe gerne. Weiße Wolken, ein leuchtender Ort, sanfte Klänge. Aber was, wenn dieses himmlische Instrument in Wahrheit ein komplexes System aus Spannung, Hohlraum und Physik ist?
Seit achtzehn Jahren spiele ich Harfe, ohne je danach gefragt zu haben. Warum sie so klingt, wie sie klingt. Warum sie so aussieht, wie sie aussieht. Erst jetzt, am Ende meines Studiums, habe ich angefangen, das Instrument nicht nur zu spielen, sondern es zu verstehen.

Diese Arbeit hat mich an Orte gebracht, die ich sonst nie betreten hätte. In eine Werkstatt in Bayern, in der eine Harfe entsteht, lange bevor sie erklingt. Zwischen Holzspänen, gespannten Saiten und den ruhigen Händen derer, die dieses Instrument bauen. Und auf einen Hügel in den Vogesen, zu einer Kapelle, die antwortet wie ein Instrument. Ein Bau, der klingt, ohne selbst zu spielen. Was ich dort gefunden habe, war nicht das, was ich erwartet hatte. Es war viel mehr.
Lässt sich das, was eine Harfe zum Klingen bringt, auf die Architektur übertragen? Können Räume selbst zu Resonanzkörpern werden. Gebaut, um zu antworten? Zwischen Instrument, Objekt und Gebäude zeigt sich ein Prinzip, das älter ist als jede dieser Disziplinen und das sie miteinander verbindet.

Ein Begriff bringt es auf den Punkt.
Harpitecture.

Betreuung:

Prof. Michael Wörgötter

Kontakt:

judith.lausser@t-online.de